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und der Säfte des menschl,Körpers. 107

^.15 2. Der rothe Theil des Bluts scheint vorzüglich zur Erzeugung der Wärme zu dienen, da er in demselben Verhälkniß mit der Wärme des Bluts üehet. Eben die­ser rothe Bluttheil, der wegen der Größe seiner Kügelchen in den Gefäßen von der ersten Klaffe aufgehalten wird, hindere dadurch ihr Zusammenfallen, und da er die allge­meine Bewegung vom Herzen erhält , wegen der Dichtig­keit seiner Theilchen aber einen stärkern Trieb hat, so theilt er den Saften in den kleinern Gefäßen die Bewegung

mit.

senschaften, außer wenn sie äl­ter werden. 2) Das sanguinische- choierrsche. hgt schon eine beßre Mischung der Ursachen, cs ge­nießt eben die Vortheile in An­sehung der Gesundheit und Hei­terkeit mit- dem vorigen, hat! aber die Beharrlichkeit mit dem cho­lerischen gemein,, Das Chole­rische : Man bemerkt meistenteils einen zarten, doch nicht magern oder trocknen Körper, wie beim melancholischen; die Haut ist weiß­lich gelb, oft mit rothen Haaren besetzt, die Augäpfel sind von mitt- lerer Größe, Meiner oft dunklen ^^Zlendung (ÄkM/eiublitzenr durchdringend^ und oft mit n seinem wilden Ansehen verbünd^ rr Gesicht, der Puls ist häufig und schnell, die Würkuugen der Mus­keln beim Gehen, Sprechen und andern Handlungen geschehen sehr schnell, die Galle ist häufig und scharf; dHherisi die wurmförmige Bewegung''w-össittn, die Leibcs- öffnung öfterer, die Geele^groß- müthig, und zur Unternehmuns

schwerer Geschäffte am geschick­testen; EL ist gleichsam zum herr­schen geschaffen, u>U> lieht vorzüg­lich thierische NahruW. 4>Das Hypochondrische, ein unglück­liches Temperament, sich und an­dern zur Last; gemeiniglich leiden solche Leute an der Leber, haben eine gelbliche Farbe, sind nie mit ihrem Schicksal zufrieden, und werden von Neid und Mißtrauen geängstigt, Andern sind! sie unter dem Namen der cholerisch-melan­cholischen bekannt.;) Der Melan­cholische hat ein trauriges An­sehen, die Augen sind mehrentheils klein, zurückgezogen, und blin­zelnd, mit schwarzen Haaren be­setzt; die Haut ist (rigide- und ver­rät!) sich durch die Trockenheit und Magerkeit der Fibern. Der Puls ist klein und sparsam, die wenige Galle schwarz, die wurmförmige Bewegung lang­sam. Sie werden leicht Sachen durch die Sinne gewahr, und Wie­derkäuen die wahrgcnvmmenen Sachen lange, mit der alleräus- sersten

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