§. 52. Daß die Venen von kleinerer Art den rothen Venen ähnlich sind, beweisen dieselben Versuche, deren wir bey den Arterien erwähnten *). So sind in der Blendung Venen, und die Bedeckung des Weißen im Auge hat nicht wenig Stämme, und ohne Zweifel giebt es von der Glasfeuchtigkeit zurückführende, im gesunden Menschen durchsichtige kleine Venen J °\
§. 53* Aber in dem größten Theil des menschlichen Körpers giebt es zurückführende Adern T1 ), die mit einem röthlichen oder gelblichten, in der Hitze gerinnbaren, und fast durchsichtigen Safte angefüllt, aus einer zarten Haut gebildet, und für chemische Scharfen reizbar sind g). Sie
") §- 45 .
3°) Ich habe diese zahlreichen Venen der Linsenkapsel und des Glaskörpers, sowohl beim Ein- sprühen, als bei Entzündungen gesehen **).
**) Diese Note ist mit bezeich
net, folglich fehlt die 2§ste.
31) Eine neue Art von Gefäßen, welche man zum Unterschiede einsaugende (abfortarma ) nennen kann, kommt ohne Zweifel dem ganzen Körper zu, deren Kenntnis' und sorgfältige Untersuchung ein großes Licht über den ganzen Umfang der Arzneywissenschüft verbreiten wird. Es ist gar keinem Zweifel unterworfen, daß diese Ge- säße von den blntführenden ein- saugenden Adern verschieden sind, auch durch sie nicht ungefüllt werden können, und wenn wir alles Zusammennehmen, was seit Io- kyffs, Rudbecks, Bartdolms, Glucks, Salzmanns, M§nro's, Gunters, Meckels, Sografs,
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Hewfons und Walters*) Zeiten für Versuche zur Bearbeitung dieses Systems angesicllr worden, so erhält man in Rücksicht auf den Saft, welchen sie führen, eine doppelte Art Gefäße; die einen sind die Milch - oder Speisesaftge- fasse, die aus den Gedärmen entspringen, und durchs Gekröse in den Speisesaftbehälter gehen; die andern die lyruphatischcn Gefäße, welche ihren Ursprung aus dem ganzen übrigen Körper und seinen Zellchen nehmen, und mit jener Art au verschiedenen Orten verei- uictt sind. .
*) £ntivt|p<mjfa Sheldons, Sommerinys fsirhe die 9;. ;a. Note ) Mascagms, Werners FeUers, Haase.^
8 ) Um sie in den wassersüchtigen Leichnamen, bey denen sie ihrer Größe wegen zuerst untersucht werden müssen, von den ebenfalls mit blvßem Wasser angesüllten kleinen Arterien und Venen zu unterschei,
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