Die Gefäße.

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Dies ist der pule, dessen vollständige Erklärung nach der Geschichte des Herzens folgen muß, hier sey es an der An­zeige genug, daß alle Arterien schlagen, wenn wir auch durch unfern Finger nur an den großem, nicht aber den kleinern das Ausdehnen und Zusammenziehen fühlen kön­nen, und der ganze Schlag bey der letzten Umbeugung der Arterien sich verlieren mag; denn bey etwas vermehr­ter Belegung klopfen auch die kleinen'Arterien ziemlich stark, z. B. in der Entzündung^). Schneidet man sie ganz durch, so zieht sie sich der Länge nach stark zusammen, und n ird kürzer/ , .

§. 34. Die Stärkerer Arterien ist ziemlich beträchtlich, aber da die Dicke und Festigkeit ihrer äußern Zellenhaut einer ausdehnenden Gewalt nicht nachgiebt, so zerplatzt sie leicht, wenigstens leichter als die Häute der Venen. Daraus entsteht die Artericngeschwulst (aneurvimu). Ein Hauptstamm ist fast überall schwach^ als seine ersten Aeste, damit die mit Heftigkeit einströmenden Safte aufdie Hauptstämme mach tig würken können; doch am wenigsten auf die Stämme in den Gliedmaßen. Daher findet man die Arterienge­schwülste am häufigsten nahe ums Herz. Je naher die Arterien und Venen denFüßefi kommen, desto mehr nimmt ihre Stärke zu, wie auch in den Absonderungswerkzeugeri^ der Fall ist.

§. 35. Die Natur hat dem ganzen thierischen Kör­per Arterien gegeben, wenige Haute abgerechnet *)/ wo man noch keine entdeckt hat. Aber sie seht ihre Haupt-

B 4 stämme

Häutchen (amnios), dasOöerhäutr chen Qepidermis), die gallertartige

Masse, die die Gefäße des Nabel- stranges umgiebt. Gg.

19) Oder wenn sie vyn außen stark gedruckt werden.

*) z. B. die Schleimhaut des Hirns (arachnoidea), das Schaaf-r