12 Fiber, Zellgewebe,

chen, als aus Fasern. Eben dieses gilt von demjenigen, welches die Gefäße nur locker begleitet, und festhalt; fer­ner dem Gewebe der Knochenhölen, welches ebenfalls von knochigten und häutigten Blättchen entstehet. Noch schlaf- fer findet man es unter der Oberstache des Körpers, über­all zwischen den Muskeln und der Haut. Am schlaffesten, lockersten wird es in überaus weiten Blasen, die mannli- chen Zeugungstheile umgebend, angetroffen.

§. i8. *) In die leerenZwischenräumchen dieses Zell­gewebes tritt fast überall, im Kinde Anfangs eine Gallert, dann krümlichtes Fett, ferner hin und wieder unter der Haut und zwar in ihren Grübchen aus größer« Klümpchen bestehendes Fett. Fett ist ein Wesen, welches leichter als Wasser, ohne Geschmack und brennbar ist, und in kalter Luft einige Festigkeit annimmt, um die Nieren herum, in Gras fressenden Thieren, in Fischen, und wahrscheinlich selbst den Menschen, so lange sie leben, beynahe^fiüssig, doch der Gerinnung fähig ist. In feiner Mischung ist das Oehl mit einem sauren Salz, welches fast den sechsten Theil des Oehls ausmacht, verbunden.

§. 19. Es schlängeln sich durch das Zellgewebe Blut- gefaßchen, die in kleinere Zweige vertheilt werden. Aus r* rh ihren arteriösen Endungen wird das Fett abgesetzt, und ^ von den venösen i) wieder eingesogen. Der Weg aus. den Schlagadern in die Fettzellen ist so kurz und so frey, daß -/"^-slch selbst größere Mündungen in sie nothwendig öffnen müssen, die Quecksilber, Wasser , Gallerte, Oehl, das sogar in lebenden Thieren sich doch immer sehr langsam

bewegt,

*) Der ts. 19. und rvsie 4. hängt eigentlich mit dem 2gsten zu- iämmen. Gg. 1) lymphatischen. M.