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Fiber, Zellgewebe,

§. i z. Ein anderes Element des menschlichen Kör­pers, das man weder Fiber noch zellichte Blättchen nen­nen kann, ist der bloße ausgegoffene, geronnene Leim, (§. io.) der nicht zu Fibern geworden ist, sondern sich in die Räume zwischen die Fibern ergossen hat. Bey denjeni- - gen Knochen ist solcher vorzüglich sichtbar, deren Fasern bey der Leibesfrucht sehr gut zu unterscheiden sind, weil die Fi­bern durch Gefäße, die mitten zwischen ihnen laufen, der­gestalt getrennt werden, daß der ganze Hirnschadel wie ein Kamm aussieht *). Diese Bildung wird bey Erwach­senen dahin abgeändert, daß sich ein Saft in die Zwischen­räume der Fasern ergießt, diese Furchen ausfüllt, (wie z. B. der Saft der Färberröthe) und durch feste Verei­nigung mit den Queerfasern Blätter entstehen °). Die Knorpel scheinen kaum mehr als eine geronnene Gallert zu ftyn g).

h. 14. Es scheint Ordnung der Natur zu seyn, daß auch die vbgedachten Fibern (§, 3.) insgesammt aus

einem

*) Siehe oben die;te Note.

6) Die widernatürlichen Ver­härtungen und Verknöcherungen erläutern solches vorzüglich, die man überall antressen kann, z. B. in Gefäßen und am häufigsten in der Aorta, dem Kehlkopf (larynx), derZirbeldrÜse (gland. pinealis) f), der festen Hirnhaut, u. s. f.

ff) Die Steinchen in der Zir­beldrüse gehören schwerlich zu widernatürlichen Verhärtungen. Man sehe meine Note zum 352. §. »ach. Gg. f>

0 Ich freue mich des Heren Rüth Gommerrng Beobachtun­

gen über die Steine der Zirbel­drüse dadurch bestätigen zu kön­nen, daß ich versichern kann, nur erst Eine Zirbeldrüse ohne Stei­nes gesunden zu haben. M.

g) Doch hat W. Junten offen­bar parallele Fibern in den Knor­peln der Kniescheibe gezeigt; Ein­wässerungen der Lhr-Nasen-und Luftröhren - Knorpeln haben sie mir unleugbar dargethan. Sie liegen sehr ordentlich in der Dicke des Theils parallel neben einander, ohne durch länglichte oder in an­dern Richtungen unterbrochen zu werden. M.