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ad em wieder eingesogen und weggeführt/ weilsie sonst stocken und faulen würde.
In kleinern Schleimsäcken scheint der Schleim dünner/ weißer/ flüßiger/ weniger schmierig, als in größern.
Frisch (vom Ochsen) untersucht, wird diese ey- weißartige Feuchtigkeit von schwacher Vitriolsäure trübe; aber nicht coagulirt; allein starker Weingeist macht sie gerinnen. Mit Wasser^vermischt sie sich leicht, macht es aber weißlich. In Kochhitze wird sie undurchsichtig und zähe, doch ist des Geronnenen wenig. Den Veilchensast färbt sie bisweilen grün. Sie trocknet zu einer zähen, leichten Kruste aus, die wie ein Scheibchen Horn brennt.
Ohngefähr eben so verhält sie sich auch im Menschen, wo sie noch näher untersucht werden sollte.
Wahrscheinlich wird ihre Absonderung durch die Bewegung der Sehnen befördert.
Der Nutzen dieser Schlejmbeutel und des in ihnen enthaltnen Schleimes ist klar. Sie mindern nämlich, indem sie die Sehnen schlüpfrig, feucht und weich erhalten, die Reibung , und erleichtern also die Bewegung; scheinen auch an einigen Stellen ihren Saft selbst in die Gelenkhöhlen zu ergießen. Schwerlich helfen sie die Sehnen in ihrer Lage erhalten.