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doch muß nothwendig eine Bewegung oder Verände­rung in oder um selbigen vorgehen, oder der ganzen Länge nach, vom Orte der Berührung an bis in den Muskel, fortgepflanzt werden.

§. 47-

* Auch hat man in entblößten Muskeln des Men­schen , während ihrer Ruhe und während ihrer Wir­kung, keine Veränderungen wahrgenommen.

§. 48.

Das Hirn scheint nicht just zur Energie der Ner­ven in den Muskeln oder zur Spannkraft nothwendig zu seyn, indem man Kinder ohne Hirn gebohren

werden sieht, die dennoch ihre Muskeln bewegen, z. _

B. athmen, fau$en, schreyen *. jt.

Z. 49- ~

Die Reizbarkeit scheint mehr in den gallertartigen, als in den erdigen Bestandtheilen der Muskelfasern zu liegen. Denn i) hat Gallert Schnellkraft', zittert leichter; Erde aber ist ruhig. 2) Die Muskeln sind

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Nach ihm <g. 301. haben die Nerven eine lebendige Kraft, auf einen mechanischen Reiz sich zusammen zu ziehend ' 4C1 ^

G. Prochaska. de carne musculari S. 84* will ^jU(aA r

bemerkt haben, daß ein gespannter Nerve, ohnfehlbarer seine Wirkung als ein schlaffer äußere. Bey den soge­nannten Galvanischen Versuchen schien es mir einer- ,

ley, ob der Nerve gespannt oder ganz schlaff war. 1

1) Siehe meine Beschreibung und.Abbildung einiger Miß­geburten. Mainz 179». Fol. §. 88 .