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Gewöhnlich begeben sich in einen Muskel der über einen Scrupel wiegt, mehrere Arterienstämmchen unter sehr verschiedenen Winkeln, theilen sich, ehe sie zwischen sie selbst Hineintreten, inAesichen, und folgen bald drauf mit ihren häufig untereinander zu­sammen mündenden Zweigen und Reisern, der Rich­tung der Muskelfasern.

Die Venen der Muskeln haben eine ähnliche Beschaffenheit, wie man vorzüglich bey Gehenkten an den Muskelfasern über dem Strange sieht. Auch in den Muskeln, so wie in den meisten übrigen Thei­len des Körpers, übertreffen die Venen die gleich- nahmigen mit ihnen zusammengehefteten Arterien an Menge und Dicke. Ueberall zeigen sie häufige Klappen, ausgenommen im Herzen. Nicht nur mit ihren fein­sten Würzelchen, sondern selbst mit ihren Stämmchen bilden sie noch Netze.

Häufig dringen von den Arterien der Muskeln Aeste in die Haut, so wie auch Venen der Haut sich nicht bloß in die Venenstämme zwischen den Muskeln, sondern in die kleineren Venen der Muskeln selbst begeben.

Diese Blutgefäße dienen den Muskeln, so wie allen anderen Theilen, zur Ausbildung und Ernäh­rung.

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