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Licht und Geschmack, und wirkt also im lebendigen Körper auf die Sehnerven und Schmecknerven.

Alle wenigstens bis letzt bekannte hieher gehörige Versuche lassen sich dem Gesetze des aufgehobenen Gleichgewichts der Elektricität ganz füglich unter­ordnen.

Vorrichtung der Sinnorgane, aber nicht die Nerven zeigen sich verschieden.

§. 346.

Aus der Vorrichtung einiger Theile laßt sich zwar leicht begreifen, warum die Sehenerven zum Sehen, und nicht zum Hören; die Hörnerven zum Hören, und nicht zum Riechen dienen; weil nämlich die Sehenerven in den Augäpfeln so ausgebreitet sind, daß die Lichtstrahlen auf sie die Bildchen bringen; weil die Hörnerven so eingerichtet sind, daß sie von den Schattstrahlen gerührt werden, u. s. f. Auch an andern Theilen müssen die Nervenenden verschie­den modificirt, oder auf eine eigene Art ausgebreitet, oder verschieden bekleidet seyn, z. B. Brechweinstein macht Erbrechen, ohne Geschmack zu haben; Metall­safran macht Erbrechen, ohne dem Auge zu schaden. Pfeffer hingegen vertragt der Magen und nicht das Auge.