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der Bewegung verschiedener anderer mit deutlichen Nerven, aber nicht mit so deutlichen Muskelfasern versehenen Theile, z.B. der feinern Gefäße, von ver­schiedener Art.

Von dieser Kraft wird in der Muskellehre aus­führlich gehandelt.

Da bey Reizung eines Muskelnervens nur die Muskeln, die diesseits oder zwischen der gereizten Stelle und dem fernern Verlauf des Nervens, nicht jenseits oder zwischen dem Hirn und der gereizten Stelle von ihm Aeste erhalten, zur Zusammenziehung gebracht werden, so kommt folglich die zur Zusam- menziehung des Muskels gehörige Bewegung oder erforderliche Anregung vom Hirne zum Muskel, nicht umgekehrt vom Muskel zum Hirne, oder nur vom Stamme gegen die Aeste, nicht umgekehrt von den Aesten zum Stamme.

Da man aber überall findet, daß derselbe Nerve, der in den Muskel geht, und dessen Zusammenziehung bewirkt, auch empfindet, und z.B. bey einer Entzün­dung nicht nur die natürliche Zusammenziehung des Muskels, sondern selbst der ganz ruhig gelassene Nerve schmerzt; so geht folglich in eben diesem Ner­ven alsdann eine Bewegung gegen das Hirn vor.

Daher geht auch bey einem Druck, Unterbindung und Durchschneidung eines Muskelnervens Empfin-