Der Mensch hat die meisten Geisteskräfte, weil er unter allen Geschöpfen das meiste Hirn besitzt 1 .

§. 334 *

Da der Mensch, nicht nur in Rücksicht seines Hauptes, sondern vorzüglich in Rücksicht seiner Ner- ven, das allergrößte Hirn,'unter allen bis jetzt bekannten Geschöpfen der Erde, besitzt, so folgt auch ganz natürlich, daß, wenn von der Größe der Hirn­masse, die Größe der Geisteskräfte abhängt, der Mensch unter allen Geschöpfen die größte Anlage zu Geisteskräften haben müsse.

Folglich ist es auch physisch unmöglich, daß unter gleichen Umständen, je ein Geschöpf den Menschen

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am Verstände erreichf 2 .

1) Umständlicher habe ich diesen Satz auseinander gesetzt

in dek-TrA«rhNH--Zuj'I'abula baseos Encephali. Franco- furti 1799- cap. I.

2) Blumenbach sagt in der neuesten Ausgabe feines

Werkes de generis humani varietate nativa §. 16. Quodsi ergo universum systema nervosum respectu physiologico in binas partes dividitur, alteram scii, nervosam proprie sic dictam , quae quidem ipsos ner­vos et eam utriusquc cerebri et spinalis medullae por­tionem complectitur, qnae proxime ad origines eorum pertinet, et sensorialem alteram, quae propius ad vin­culum spectat, quo ipsae nervorum functiones cum animae facultatibus nectuntur, homini maxima portio nobilioris istius partis sensorialis concessa est.