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Folglich muß der Grund der Empfindung de^ Gr» fichtes^im Hirne seyn.
Z) Ein Druck aufs Hirn, von Blut, Blutwasser, Eiter, Knochenauswuchs oder blos angeschwollenen Blutgefäßen, ja eine bloße Erschütterung desselben, macht, daß alle Sinne, deren Nerven ihre Eentral- enden im Hirne haben, bey völliger Unverletztheit des ganzen übrigen Nervens verlohren gehen. Läßt aber der Druck aufs Hirn nach, so kehrt auch das Empfindungsvermögen zurück.
4 ) Bisweilen fühlt man sogar die Schmerzen längs der Nerven ordentlich bis zum Hirne aufsteigen.
5 ) Solche von einer Wunde an einer Gliedmaße aufsteigende Schmerzen lassen sich bisweilen durch ein angelegtes Band hemmen.
6) Nach weggenommenem Gliede glauben die Geheilten noch den Schmerz an der verletzten Stelle , des nicht mehr vorhandenen Gliedeö-zu fühlen. Dieser Schmerz kann also nirgends als im Hirne seinen Grund haben.
7) Geschehene Eindrücke werden oft lebenslänglich im Hirne aufbewahrt, scheinen bey einem Druck oder anderer Beschädigung des Hirnes schleunig sich $it verlieren,nach Wegschaffung des Drucks sich oft eben so schleunig wieder äußern; da sie folglich im