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sondern auch dem Kopfnicker und Schlundkopf be­stimmt ist, so scheint sein Nutzen nicht ganz rathsel- haft; denn nicht blos diesen Muskeln, die auch noch von andern Nervenpaaren Fäden erhalten, sondern auch denen am Kehlkopf und den Zungenbeinen istö eigen, daß sie Nerven erhalten, die aus Hirnnerven und Rückenmarksnerven zusammengesetzt sind, z. B. vom Zungenfleischpaare, das durch drey von denHals- nerven hinzukommende Fäden vermehrtwird.(S. oben $. 122 .)

Erscheinungen, die durch das Beynervenpaar erläutert werden.

§. 2kö.

Hieraus lassen sich auch die Erscheinungen der Sympathie des Schlunds und Magens mit dem Kap- penmuskel und Kopfnicker erklären; z.B. bey der Was­serscheu sieht man beym Reichen des Trunkes die Schul­terblätter krampfhaft aufwärts und rückwärts gezogen werden, und den Kranken beym Anblicke des Getränkes über eine krampfhafte Zusammenziehung sich beklagen, dre im Herzgrübchen anfängt, dann in den Schlund, in den Schlundkopf und in den Kehlkopf übergeht, darauf ihm wider Willen dem Kopf vorwärts zieht, und nicht ohne Schmerzen die Schulterblätter aufwärts und rückwärts zieht. Auch in Magenfchmerzcn,