— 193 - §. IST.

6) Der Unterkiefernerv e * (maxillaris infe­rior^ beffct’ mandibularis), ein sehr starker Ast, hat bis­weilen eine doppelte Wurzel, die wie eine Schlinge die Innere Kieferarterie umgiebt, bekommt auch wohl vom folgenden Zungennerven einen Faden, steigt zwischen den Flügelmuskel hinab, und erzeugt den Kieferzungenbeinmuskelnerven (mylohyoi­deus). Dieser steigt in einer Furche, auch wohl in einem Canale am Unterkiefer hinab, giebt einen Fa­den an die Speicheldrüse unter der Zunge, und meh­rere Reiser in den Muskel, von dem er den Namen führt; lauft darauf mit einem vorderen Zweige zwischen diesem Kiefer-und Zungenbeinmuskel, und dem vorderen Bauche des zweybäuchigen Kiefermus­kels, giebt an beide Fadchen, und schlägt sich zwi­schen den vorderen Bäuchen der zweybäuchigen Kie­fermuskeln zum Kinn in den breiten Halsmuskel am Kinn hinauf, mit einem hinteren Zweige verliert er sich ganz in den vorderen Bauch des zweybäuchigen Kiefermuskels — senkt sich darauf in den Canal deS Unterkiefers, in welchem er an alle Zähne des Unter­kiefers und ans Zahnfleisch * Zweige abschickt — doch

3) Mayer nennt ihn, den oberen Nerven des Zungen­beins.

4) Monro Betrachtungen über das Nervensystem Cap. 21. Tab. X. fig. I .

S. Nervenlehre. N