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innen, das Mark nach aussen liegen, und gewisser­maßen zwey Häute vorstellen.

Auch erscheint diese Markhaut selbst gefiechtartig e f wenn man sie frisch untersucht. Am deutlichsten in den Augen von Thieren und Menschen, die kein schwarzes Pigment haben. §. 122.

Zerschneidet man den Augapfel, und läßt die Glasfeuchtigkeit auslaufen, so runzelt sich sehr leicht die Markhaut; vielleicht wegen ihres lockern Auflie- gens auf dem schwarzen Pigment; denn präparirt man sie so, daß sie unversehrt um die Glasfeuchtig- keit gespannt bleibt, so zeigen sich keine solche Runzeln oder Falten 7 .

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Eigenheiten des Sehenervenpaareö.

§- 159.

Eigenheiten dieses Nervens sind: 1) daß er sei­nen eigenen abgesonderten Hügel im Hirne hat; 2) daß er sich mit dem von der andern Seite sichtlich vereinigt und kreuzt; Z) daß er eine Scheide von der festen Hirnhaut besitzt; 4) daß er kurz vor dem Orte seiner Ausbreitung zusammengezogen ist; und daß er sich 5) in eine fast überall abgesonderte Haut ausbrei-

6 ) Die Retina sey faserig. Massimi Esperienze anato- miche intorno ai Nervi. Rom »769.

7 ) Dieses ist die Ursache daß man nicht früher das Cen-- tralloch der Markhaut entdeckte, weil es die Falten so leicht Verbergen.