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an Knorpelhaut, an Membranen, an wahre Haut,' an Muskeln, Gefäße, Fett und Drüsen beyläufig anheftet. Man findet daher nirgend einen Nerven ringsum los oder frey liegen, wie z. B. einige Seh« nen in ihren Schleimsäcken, sondern allemahl an die Theile, zwischen denen er liegt, durch Zellstoff befestigt.

Diese Scheide eines Nervens ist in einigen Ner­ven durchaus röhrenförmig, z. B. am Sehnerven; in andern wird sie am Ende zellig oder schwammig, z. B. an den Zungen-und den Hautnerven: das Ner­venmark hat also die Form seiner Scheide. Durch Seiffensiederlauge kann man das Mark in den Nerven auflösen, drauf mit Wasser ausspülen, und so die leere Scheide mit Luft oder Quecksilber füllen.

Die eigentliche Scheide ist mehr netzförmig, der äußere um sie liegende Zellstoff mehr faserig 2 ).

Dieser, die Nerven als eine Scheide dicht umge­bende Zellstoff enthält gewöhnlich eine sehr dünne gallertartige Feuchtigkeit 3 , bisweilen wahres Fett, läßt sich durch Aufblasen in ein schwammiges Wesen

r) S.Reil in s. Exercitt. anat. der diese Scheide Neuri» lema oder Neurhymen nennt.

3) Diese Feuchtigkeit sammelt sich bisweilen widernatürlich

an, und wird auch wvhl verdickt. Cotunni de Ischiade ner­vosa. Napoli 1764. in Sandiforts Thesaurus Disser­tationum Tomo 2. oder die neuere Ausgabe Rspoli 1781-

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