man die meisten, wo wenige, wo keine Nerven's
§. 88 -
Die größten oder die meisten Nerven gehören
den Sinnorganen, vorzüglich dem Auge, nächst die
sem dem Labyrinthe des Ohrs, dann der Na st, dann der Zunge, den Spitzen der Finger, den Lippen des Mundes, der Eicheldes männlichen Gliedes, dem Kitzler, und der übrrgen Haut, vorzüglich rm Antlitze.
Ansehnlich sind die Nerven der Muskeln, das Herz ausgenommen; doch zeigen die ArrKenmuskeln verhältnißmäßig die allerstärksten Nerven 7 .
Kleiner sind die Nerven in den Gefäßen: in der Luftröhre, in den Arterien, noch viel kleiner in den Venen.
Ob das Saugadersystem Nerven besitzt, ist wahrscheinlich, aber wegen der Feinheit nicht leicht dem Auge darzulegen.
Am kleinsten sind die Nerven in den Eingeweiden, in der Harnblase, in den Därmen, in der
Augen, die dennoch ein Hirn hat; und oft sah ich Kinder fast ohne Hirn, die dennoch Augen hatten, gebohren wer. den, wie ich davon in meiner Beschreibung und Abbil- düng von Misgeburten Mainzer- Fol. sehr viele Fälle
angeführt habe. So fand auch Alex. v. Humboldt über gereizte Muskelfaser S. 278. ein Gehirn bep der Nais vermicularis , die feine $lu$cn harre.
7) S. Mttökellehre. §. 10. 30. 44.