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Festigkeit d e s H i r n?s.
§. 28 .
In Embryonen bis zum fünften oder sechsten Monathe ist das Hirn so weich und wäßrig, daß es fast zerstießt. Allmählig aber wird es fester, bis es im hohen Alter gewöhnlich am festesten und trockensten erscheint.
Auswendige Farbe des Hirnes.
Auf einigen Tafeln und in einigen Exemplaren, von Vicq d'Azyr, ist die Farbe des Hirnes unverbesserlich gut getroffen.
§. 29.
Auswendig hat sowohl das große als das kleine Hirn, bis an den Uebergang ins Rückenmark gemeiniglich eine röthlichgraue oder schmutzige Fleischfarbe. Sehr blutreiche Hirne, z. B. am Schlage gestorbener oder dickblutiger oder erwürgter Personen sehen dunkler, als gewöhnlich, aus; am blässesten sind sie in bleichsüchtigen Körpern, oder wenn das Hirn wassersüchtig ist. Vermuthlich richtet sich di^M'be^des Hirnes nach der Beschaffenheit der Dicke und Dichtigkeit des Blutes; daher ist auch das Hirn der Kin- der blasser, als der Erwachsenen. Dle>Farben, die" sich bey der Zerlegung im Inneren des Hirnes zeigen, werden im 36. §. geschildert.