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nach gut gerathener.' Anfüllung der Blutgefäße, bey vorsichtigem Abziehen von der grauen Substanz, durchaus mit allen ihren Fortsätzen dicht, wie einen Pelz, mit sehr feinen, meist gleich dicken, kurzen, we­nig ästigen Arterien und Venen besetzt, die in der grauen Substanz sich verbreitet hatten. Ueberall ver­lassen stärkere Zweige von Arterien die Fortsätze die­ser Haut, dringen tief ins Hirnmark, und verbreiten sich daselbst; die Venen hingegen kommen aus dem Marke und der grauen Substanz in Zweige und Aeste gesammelt in die Gefäßhaut, und begeben sich endlich mit den Stämmen meist schräg nach hinten gerichtet in die Blutleiter der festen Hirnhaut. Die Venen, die sich in den großen sichelförmigen Blutleiter von der rechten und linken Seite begeben, thun dies alter- mrend, nicht gerade einander gegen über z .

§. i8.

In dieser Gefäßhaut liegen nirgend, wie an anderen Theilen des Körpers, die Venen neben den Arterien, sondern das feinste Arteriennetz hält so, wie das Venennetz, ohne wechselseitige Begleitung, seinen besondern Weg 2 3 . Folglich verhalten sich die Aeste und Zweige der Arterien zu den Aesten und

2 ) Vicq dAzyr Tab. % 2 .

3) Diese merkwürdige Einrichtung verdiente wohl eine eigene Abbildung.

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