zeigen weniger Abweichungen, als die Nierenarte­rien. Selten finden sich zwey rechte Nierenvenen.

Die rechte ihrer Niere nähere Nierenvene ist kürzer, als die linke, mündet zuweilen mit der unpaarigen Vene zusammen, und ist bisweilen dop­pelt oder drepfach. Ist sie doppelt, so nimmt die obere die Nebennierenvene auf.

Die linke Nierenvene ist stärker und länger, als die rechte, und geht vor der Aorte (selten zwi­schen der Aorte und Wirbelsäule) 2 etwas abwärts; ist seltener, als die rechte, doppelt; doch zuweilen drepfach 3 , ja vierfach; empfängt, wie schon ange­merkt worden ist, die Nebennierenvene und die Saa'menvene. Bisweilen endigt sie sich in die Bek- kenvene 4 .

§. 272.

Die Nebennierenvenen (Lsxtulares, Atra-

2) Albinus Annotat. acad. Lib. 7. Cap. 2. de quadam Venae emulgentis aberratione, enthält schöne physiolo­gische Anmerkungen über diesen Fall.

Sandifort Obs. anat. patholog. Lib. I. Cap. V. de Vasis emulgentibus S- 78- Tab. 4 . sah dies auch zweymal. Ebend. Lib. 4. Cap. 8. P- 99.

Z) Mieg sah zwey linke Nierenvenen, deren eine sich spal­tete, so daß sie mit drey Mündungen sich in die Hohl- vene endigten. Specimen Obs. anat. et Phys. secun- dum Basil. 1776.