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Vereinig«ng der Arterienäste.
§. 68 .
Allemal vereinigen sich die beiden Wirbelarterien, das ist zwey ansehnliche Aeste der Schlüsselbeinarterie, um als ein gemeinschaftlicher Stamm fortzlaufen.
Seltener kommt dieses an andern Stellen in so großenAesten vor, z.B. bey der Hüftbeinlochsarterie; beständig hingegen bey kleinern Zweigen, z. B. bey den vordem Rückenmarksarterien, u. s. w.
Zusammenmündung.der Arterien.
§. 69.
Eine andere Art von Vereinigung ist die Zusammenmündung der Arterien, wenn nämlich
Zweig in entgegengesetzter Richtung einem andern begegnet, und mit ihm vereinigt wird.
Die größten Zusammenmündungen der Arterien finden sich im Gekröße der dicken und dünnen Därme, am Magen, in der Kopfschwarte, hinter den Brustbeinen und Ribbenknorpeln; kleinere in der Schilddrüse, in der Niere, am Uterus, in der Hohlhand, an den Fingerspitzen und Zehenspitzen, u. s. f.; noch kleinere überall; z. B. in allen Membranen sind die Zusammenmündungen der haarfeinen, cylindri- schen, netzförmig zusammenkommenden Arterien unzählig.