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Daß die Durchmesser der Mündungen beider Aesie einer gabelförmig getheilten Arterie, z. B. dec Aorte, die sich in die Hüftarterien spaltet, mit dem Durch­messer der Mündung des Stammes, ein rechtwinkeli- ches Dreyeck bilden, folglich die zusammengenommene Mündung gleich ist der Mündung des Stammes dicht über der Theilung, ist dagegen kein Ejnivurf; denn rechnet man nur zu den Mündungen der Hüftarterien die hrey Aeste aus dem Bogen der Aorte, die Hinge- weidarterie, die Nierenarterie und die beiden Pekrös- arterien, (der zwanzig Zwischenribbenarterien, und zehn Lendenarterien, u. s. f. nicht zu gedenken), so er­halt man schon eine Mündung, die die Aortenmün­dung dicht am Herzen an Größe weit übertrifft,

Arterien werden von Venen begleitet.

§. 6i.

Die kleinern oder Mittlern Arterien der Glied­maßen, des Rumpfes, des Beckens, und des Außen- theils des Kopfes, der dünnen Därme, der Lungen, der Nieren, und fast aller Membranen, werden gewöhn­lich von einer dickem oder von zwey kleineren, dicht neben ihnen liegenden, Venen begleitet; doch macht das Hirn eine Ausnahme (S- Hirnlehre §. l8-).