ren bemerkt, und nichts dergleichen mehr in den Arte­rien todtcr Thiere.

Kleinere Arterien scheinen reizbarer, als die gros­sen Arterien; theils, weil sie verhältnismäßig mehrere Nerven besitzen; theils, weil sie zur gehörigen Fort- treibung des Bluts diese größern Kräfte nöthig haben.

Da aber die feinern Arterien verhältnißmäßig sehr viele Nerven haben, so ist auch begreiflich, wie sie dadurch vom Hirne abhängiger als die großen Arte­rien scheinen; und wie das Hirn auf die fein­sten Arterien zurückwirken könne, wenn es durch andere Nerven vorgängig gerührt wird. 8

Man,schloß auch aus der allgemeinen, bekannten Erfahrung, daß die Arterien desto eher zu bluten auf­hörten, oder sich desto leichter zusammenzögen, je kleiner sie waren, daß sie auch desto reizbarer seyn müßten. 9 Allein es ist klar, daß, wenn eine große Arterie und eine kleine Arterie gleiche Lebens­kräfte hat, die kleine Arterie ihrer dickern Häute wegen gerade um so viel geschwinder sich völlig schließen weide, als sie an Kleinheit die große Arterie übertrifft.

8) ,,(^uars orecliderim, nervös, qui arterias adeunt, ,,utique ad vim earum contractilem pertinere, iibris- que earum carneis id mobile principium impertire, ,,quod a nervis carnes mutuantur. Haller in Ele- mentis Physiologiae Tom. II. pag. ioö.

-) Hofmann am ang. Orte. §. öss.