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Zipfel *, oder in die sogenannte dreyzipfelige Klappe 2 , oder venöse Klappe der Lungenkam­mer sich endigt.

Der Umfang von jedem dieser Hauptzipfelisteini­germassen ein ungleichseitiges Viereck; die längste Seite liegt am Rande, die ihr parallele Seite hangt frep gegen die Spitze des Herzens hinab, und die beyden andern Seiten convergiren zwischen ihnen.

Die Seiten der Zipfel dieser Klappe werden durch glanzende sehnige Fasern verstärkt, welche sich im Fortgange ansammeln, und mit festen Bündelchen theils in die Wände der Herzkammer, theils an eigenezitzenförmige oder rundliche, zackige oder ästige, von der Herzkammer entspringende, an Zahl so wie an Dicke und Länge unbeständige Muskelchen be­festigen.

Der größte Zipfel, der fast die Hälfte der ganzen Klappe ausmacht, liegt zu oberst, entspricht dem Ausgange dieser Kammer in die Lungenarterie, den er jedoch nicht gänzlich verschließen kann, und haftet an einem großen Muskel, mit zehn bis dreißig Bün-

1) Santorini Tabula posthuma nona.

2) Tv ist nicht anatomisch richtig, statt desSingularisden Pluralis zu brauchen, und sie die d rep zackigen Klappen (V*lvulas trigloflnnes) zu nennen, da H a l» ler §-yz. schon bemerkt, daß es nur Theile, Zipfel oder Lappen des nämlichen Ringes sind.