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Frosches oder eines Fisches ist zu seinen ungeheuren Nerven so unbedeutend, daß es unmöglich für selbige als eine Drüse etwas absondern kann; denn der Aus­führungsgang überträfe, ohne alles Verhältniß, seine Drüse; und doch wirken die Nerven in Fröschen und Fischen so äußerst lebhaft. Der Mensch müßte folg­lich die häufigste Absonderung durch die Nerven ha­ben, gleichsam vom Hirnsaft überströmen, weil sein Hirn zu seinen Nerven bey weitem das allergrößte ist. c) Die Zuführung frischer Säfte durfte, um die Fäulniß oder Verderbniß einer so weichen, und dabep so ansehnlichen, so dicken Masse abzuhalten, wahrlich nicht geringer seyn.

Z) Das Blut ströme schneller und in geraderer Richtung und wegen der wenigen Aeste leichter ins Hirn. Auch sey das Blut selbst feiner, und seiner Stockung beugten die großen Zusammenmündungen vor. Die Arterien ftyen weicher, der Uebergang in den Nerven leichter.

Allein die äußere Kopfarterie, nicht die Hirnarte­rie, ist die Fortsetzung des Stammes. Die Arterien des Hirns krümmen sich und münden in starken Aesten zusammen, ehe sie ins Hirn gelangen, folglich geht viel von der Kraft des Eintriebs ab. Die Drossel­arterien und Wirbelarterien sind die einzigen',größeren Stämme im menschlichen Körper, die fest an den