436
Nerven sind, desto empfindlicher sind sie; je alter hingegen der Körper, je starrer und gespannter alles ist , desto unempfindlicher, desto stumpfer sind die Nerven.
4) Daß man sie nirgends, nur einigermaßen, gespannt nennen kann; und gesetzt auch, der Nerve eines Fingers wäre bey gestrecktem Arme und Finger gespannt, so fühlt er ja vollkommen so gut, wenn er bey gebogenem Arme und Finger um vieles erschlafft ist. Die Nerven der Därme schmerzen eben so sehr, wenn sie zusammengezogen, als wenn sie stark ausgedehnt oder gespannt sind.
5) Ihre Krümmung §. uy.
6) Ihre meist sehr feste Zusammenheftung mit den benachbarten Theilen gestatten schlechterdings nicht ein solches Anziehen und Schwingen §. uz.
7) Ihr durch Knoten unterbrochener Fortgang $. 124.
8) Die Verwirrung, die in einem Nervenstamme entstehen müßte, wenn seine Fäden in ein solches Schwingen geriethen.
Fände eine solche Schwingung Statt, so müßte sie eben so gut abwärts als aufwärts gehen; mn aber geht eine Empfindung bloß aufwärts; denn wenn man den Fingernerven am Oberarme berührt,empfindet man nichts im Finger'; und umgekehrt bringt ein gerühr-