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Dienen die Nerven zur Wärme.

§. 352 .

Auf die W ä r m e des Körpers 9 haben die Nerven, durch die, wir freylich die Warme empfinden, keine un- mitrelbareWirkung,odersie djenen nicht zurVerbreitung der Wärme, da cs ausgemacht ist, daß dies Geschäfte

9) Arneman» Band 1 . Seite 268. und Metzger S. 163. liefern die Lineratur über die Meynung, daß die Hirnmaffe zur Wärme beyrrage; welche man durch fol­gende Gründe unterstützte:

1) Weil bey kaltblütigen Thieren das Hirn so klein ist; allein dann müßte der Mensch, welcher bey den kleinsten Nerven daS größte Hirn hat, das allerwärmste Geschöpf seyn.

2) Weil bey den im Winter schlafenden Thieren grad­weise mit der Funktion des Sensoriums auch die Wärme abnimmt; allein dieses kann nach der Theorie der Er­zeugung der Wärme durch die Lunge nicht anders seyn: zudem müßte ja auch bey uns im Schlafe, wo die Funk­tion des Sensoriums abnimmt, die Warme abnehmen.

3) Weil, wenn wir uns unversehens stoßen, man plötz­liche Wärme durch eine Zurückwirkung des Hirnes em­pfände; allein das Gefühl haben theils nicht alle, theilS können ja die Arterien eben so gut plötzlich verändert worden seyn, theils geht ja nie eine Empfindung ab­wärts vom Hirne.

. 4) Weil viele pathologische Erscheinungen bey heftigen Rührungen des Sensoriums Zunahme der Hitze zeigten; allein diese lassen sich vielleicht ohne Schwierigkeit nach der gewöhnlichen Theorie der Wärme Erzeugung und Verbreitung erklären. Blumenbach. spec. physi«!. comparatae pag. 22.