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Die Empfindung erfolgt durchs Mark, nicht durch die Haute derselben.
§. 338 .
Daß das Empfindungsvermögen der Nerven im Marke, und nicht in ihren Hauten liegt, beweisen:
1) Der Zusammenhang der Nervenfäden mit dem
Hirne; dettn nur das Mark, nicht die Haut des Ner- vens, ist mit der Hirnmasse verbunden. x
2 ) Ein Druck auf den markigen, noch mit gar keiner Haut bekleideten, Ursprung eines Nervens hebt
ferne Empfindung, gerade so, als wenn er ihn in ■
feinem Fortgange erlitte. Wasser im Hirn, oder sonst • V
etwas, was auf den Sehnervenursprung drückt, macht Blindheit; Druck auf den Hörnervenursprung Taub-- heit(§.zv8.); Druck auf den markigen Ursprung eines Ruckenmarksnervens Unempfindlichkeit des Theils, dem er angehört.
3) Der geringere Schmerz eines mit seinen Häuten bedeckten Nervens, und der heftigere Schmerz eines entblößten Nervens.
4 ) Auch wirkt auf einen mit seinen Häuten bedeck? ten Nerven Mohnsaft weniger, als auf einen entblößten.