4*2

das Hirn Organ der Seele, und Ursache der Seelen- wirkungen, so müsser. auch nothwendig die Wirkun­gen in so fern sich ändern, als sich die Ursache än­dert. Wein, Mohnsaft, und andere Gifte, die einen Druck, Reiz, Erschlaffung im Hirne oder Ver­änderung in der Feuchtigkeit der Hirnhöhlen veranlas­sen, müssen die Wirkungen desselben stören; Erschüt­terung des Hirnes mechanischer Druck, mechanisches Reizen, Entzündung des Hirnes ändern das Hirn, folglich auch die Wirkungen desselben. Und so wie auf der andern Seite Blut dem Hirne entzogen wird, wird es zu seinen Wirkungen unfähig, es entsteht Ohnmacht.

Wenn darauf mit dem hohen Alter der ganze Körper, folglich auch das Seelenorgan, das Hirn, unvollkommener, zäher, härter, oder spröder wird, schlechteres uud wenigeres Blut zugeführt bekömmt, müssen sich auch seine Wirkungen verschlechtern und vermindern.

Und wie mit dem Tode das Seelenorgan in Stillestand geräth, so müssen auch seine Wirkungen aufhören, und endlich mit der Zerstörung des Orga­nes selbst die Möglichkeit dieser Wirkungen ver­gehen.