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Das Schwammige, was aus einem Trepanloch sich zuweilen erhebt, kommt vom Zellstoffe und nicht

sich die Thiere im Kreise nach der entgegengesezten Seite; (soHunde beyArnenrann; von den Drehschafen, denen Taenia liydatigena einen Theil der Hirnmasse aufzehrt, 'jstö bekannter.) Beym Federvieh wird zugleich der Kopf auf die nämliche Seite gezogen. Ist die Verletzung noch größer, zumahlen nach hinten zu, so scheinen die Schmerzen größer; die Thiere werden stiller. Fahrt man mit der Wegnahme fort, so folgen erst kurze, dann heftige Schauder, ängstliches Schnappen nach Luft, beschwerliches Athmen, starkes Speicheln, merklichere Zeichen von Schmerz, der aber doch nie so heftig, als bey Verletzung eines Nerven scheint. Geht der Ver­lust bis auf die Hirnhöhlen, so kommen sie mit dem Leben nicht davon.

Hunden von mittlerer Größe darf man fünfzig bis sie- benzig Gran, Kaninchen nicht sechs, Hühnern und Tau­ben zehn bis zwölf Gran Hirn nehmen, und die Heilun- erfolgt glücklich.

Ist bey Thieren der Verlust vom kleinen Hirne ansehn­lich, so wird der Kopf krampfhaft nach der verletzten Seite gezogen, die Augen leiden, und das Thier rennt gegen dre Wände.

Kleine Thiere, nur nicht ganz junge, vertragenden Hirnverlust völlig so gut, als große.

Hirnwunden heilen bey Thieren auf folgende Art: Es erzeugt sich überall aus der Hirnwunde eine neue Sub­stanz, die gelblich, lockerer und weicher, als die natür­liche ist, vom Weingeiste aufgelöst und weggeschwemmt wird, am meisten der Mittlern Substanz ähnelt, im fri­schen Zustande die Gestalt der Windungen nachahmt, und endlich die Wunde vollkommen aussüllt. Loch er­kennt man immer noch deutlich ihre Abgränzung von der alten; ob sie aber wahre graue Substanz oder feinerZell-