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An dieser Stelle kann man füglich die Gränzen seines Centralendes annehmen. Das äußerste Hirnende, oder das Centralende des Hörnervens ist folglich so offenbar und so auffallend zu Tage liegend, daß man zur Untersuchung desselben keiner künstlichen Zerlegung, sondern einer bloßen Oeffnung der vierten Hirnhöhle bedarf, und daß es ungereimt seyn würde, noch etwas mehr durch die Kunst entdecken zu wollen.
An diesem Hörnervenpaare, so wie auch zum Theil am Sehenervenpaare, zeigt also die Natur selbst unwidersprechlich Hklar und deutlich die äußerste, wahre Endigung eines Nervenpaar es im Hirne.
Ebenso unwidersprechlich ist es auch, daß diese Centralenden der Hörnerven mit der Flüssigkeit der Hirnhöhlen in Wechselberührung stehen 8 .
Der Hörnervenstamm liegt dicht an der innern Seite des Antlitznervens, hat ohngefähr die Größe des dritten Hirnnervens, ist zwar härter, als der
$) Daß ich diesen Satz schon 1778. lehrte und nicht erst jetzt, meiner Idee vom Organ der Seele zufolge, annehme, beweißen der 34 . §- meiner Dissertatio de Basi Ence- phali, wo ich schrieb : Verivres aitissimas origines nervi optici usque in cavernas cerebri persequi facile lice- bit, adeo ut quidam dixerint, unicum forte par esse, cujus origines ventriculorum undis alluantur , quam- quam hoc non minus de nervo auditoriq valeat.