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fasern durch graue Substanz nervenknotenartig * von einander getrennt werden.

§. * 48 .

Durchschneidct man den Stamm des Riechner- vens der Queere nach, so bemerkt man in seiner Mitte etwas graue Substanz, auch bisweilen längs einer Seite, und er selbst erscheint ans dieser Durch­schnittsfläche , wie aus einer dreymal, oder auf jeder Seite nach inwendig zu gehaltenen oder ein« gezogenen Markhaut gebildet, (ohngefähr wie das Pistill einer Lilie) 2 . Diese Falte giebt ihm daher von außen ein gestreiftes Ansehen. Wenn er ganz frisch in Weingeistgelegt wird, läßt sich, nach einiger Zeit, der faserige Bau seines Markes besser bemerken.

§. * 49 «

Der Riechnerve theilt sich noch in der Hirnschaal- höhle in weiche, zarte Aestchen unter verschiedenen Winkeln, scheint sonach von der festen Hirnhaut überzogen zu werden, tritt durch die Löcher der Sieb­platte des Riechbeins, um in den Kanälchen dieses Knochens sich zu zertheilen, und mir verschiedentlich

Riech-

1) Kwiatko w ski Dissertation de Nervorum iluido» decussatione , et gangliis , R.egiomoiuii 1784- Scarpa in den Annotationibus Lnbr. 1 . Tab. II. bildet diesen Knoten sehr schön ab.

2 ) I 4 oetliig Diss. de Nervorum decussatione. fig. I,