§. 58 .

Es giebt im Grunde also außer der für sich be­stehenden fünften Höhle in der Scheidewand, nur eine Höhle, die man der Faßlichkeit wegen in vier Hohlen abtheilt. Diese Höhlen sind mit keiner eigenen Haut, außer dem Adergeflechte, bekleidet, und zeigen auch nur wenige Gefäße.

Diese Höhlen sind wahre Höhlen, und daher mit der sogenannten Bauchhöhle, Brusthöhle, irgend einer Gelenkhöhle, und selbst mit der Höhle zwischen der festen und der Schleimhaut des Hirnes nicht zu ver­gleichen. An diesen uneigentlich sogenannten Höhlen nämlich passen oder schließen die feuchten Wände so dicht zusammen, daß kein mit bloßer Feuchtigkeit an- gefüllter Raum übrig bleibt. Die Hirnhöhlen hingegen bestehen in ansehnlichen Räumen, deren Wände sich nicht berühren; ja selbst nach verflogenem Dunste oder ausgelaufener Feuchtigkeit sich nicht einmal berühren können, weil die Form des oberen Theiles, gleichsam die Decke dieser Höhlen, der Form des unteren Theiles oder dem Boden dieser Höhlen gar nicht entspricht

5) Ick habe diesen Umstand vielfältig mit größter Vorsicht untersucht, in ganz frischen / bis zum Verluste des Lebens gesunden Menschen. Auch lehrte ihn aufs über­zeugendste die Betrachtung derVicq d'Azyrschen Ta­feln. Man vergleiche z. B. nur Planche XXI1II. mit Planche V. UNd VI. .