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Zweigen der Venen wie die Stämme der Arterien zu den Stämmen der Venen, die ebenfalls an sehr von ein­ander entfernten Stetten durch die Hirnschale dringen.

§. 19.

Uebrigens ist die Beschaffenheit der Arterienzcr- theilung in der Gefäßhaut gar nicht so, daß die Aeste den Furchen folgen, sondern die Arterien laufen bald queer über die Windungen, bald senken sie sich seitwärts oder in gekrümmter Richtung in die Furchen, verber­gen sich in selbigen eine Strecke lang, kommen oft- mahls wieder aus denselbigen auf die Oberfläche her­vor, begeben sich unter beständiger Abnahme an Stärke, das zweytemahl, ja das drittemahl zuwei­len wieder in die Furchen und erscheinen überaus geschlängelt 4 .

§. 20.

So viel sich durch Versuche an lebendigen Men­schen, deren Gefäßhaut des Hirnes zufällig, z. B. bey Verletzungen der Hirnschale entblößt war, entschei­den laßt, erregt ihre Berührung keine Empfindung.

§. 21 .

Der Nutzen der Gefäßhaut ist deutlich. Sie ord­net die Gefäße des Hirnes, welche das Blut überall

hin-

4) Von dieser Atterienzerrheilung kenne ich keine genaue Abbildung. - '

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