§. 400.
Dey horizontaler Durchschneidung des Kegels der Brusthöhle würde die größte Fläche desselben ohn- gefähr in die Gegend der siebenten oder achten Ribbe von vornher fallen; folglich muß auch hier bey einer Ausdehnung oder Zusammdrückung die ansehnlichste Veränderung in Ansehung der Vergrößerung oder Verengerung des Inhalts der Brusthöhle erfolgen.
§. 401.
Diese Veränderung der Größe des Raums der Brusthöhle tritt ein, wenn die Ribben in die Höhe gezogen werden, so, daß die erste nur wenig steigt, die zweyte ihr folgt, die dritte wegen ihrer größeren Beweglichkeit noch leichter gegen die zweyte, als die zweyte gegen'die erste, und so ferner die folgenden bis zur zwölften immer leichter angezogen werden.
Zu gleicher Zeit werden die Brustbeine in jdie Höhe gehoben, und von der Wirbelsäule entfernt; doch tritt ihr unterer Rand verhältnißmäßig stärker, als ihr oberer ab; die Stelle wo sich das obere Brustbein mit dem mittleren verbindet, beugt sich in einen Winkel, und hindert dadurch, daß die Stelle, wo das Her; liegt, nicht ferner erweitert wird; — und umgekehrt folgen die Ribben einer Heraufziehung der Brustbeine.