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verwachsen die Seitenstücke, dann das mittlere und vordere Stück.

A b w e i ch u n g e n *

§. 369.

Das Kreutzbein variirt gar sehr. Oft besteht es aus sechs Wirbelstücken, selten aus vier 9 . Am mei­sten variirt das oberste Wirbelstück. Bald ist es kaum merklich vom letzten Lendenwirbel unterschieden, bald ist die Hälfte des obersten Wirbels, auf einer Seite einem Lendenwirbel vollkommen ähnlich, auf der andern hingegen, wie gewöhnlich, beschaffen; bald ist diese Hälfte etwas weniger, bald noch weniger 'einem Lendenwirbel ähnlich; bald hält sie gleichsam das Mittel zwischen einem Lendenwirbel und Kreutz-

8 ) Alle diese Abweichungen schildere ich nach Stücken mei­ner Sammlung. Sie verdienen um so mehr Beachtung und Abbildung, als es wegen der Entbindungskunst, und andern am Becken vvrfallenden chirurgischen Opera­tionen nicht gleichgültig ist diese Varietäten zu kennen.

9) VanD oeveren Obs. anat. Levelig Obs. rar. Pag,

151. sah sie zweymal; ich besitze sie selbst fünfmal, und habe sie noch öfter gesehen.

Wagler^in einem achtmonatlichen Kinde. Verhau- Gelingen teHaarlem. 19. Deel. S. Albertus Histor. part. C. II. pag. 134. P. Paaw de Ossib. pag. 122. will etlichemal sieben Wirbel am Kreutzbeine gesehen haben. In neueren Zeiten hat dies niemand wieder gesehen, da­her vermuthlich dies wohl nur- Verwachsungen mit den Steisbeinen waren, wie ich sie auch besitze.