in jedem Kiefer. Sie sitzen zunächst an den Schnet- dezähnen, und kommen beym vollkommensten Baue darinn überein, daß ihre Kronen, an denen man eine vordere gewölbte, und zwey Hintere, etwas ungleiche, bisweilen etwas ausgehöhlte Seitenflä­chen unterscheiden kann, einigermaßen pyramiden­förmig sind, und sich in eine Spitze endigen, die oft über alle andere Zahnkronen, besonders im Unter­kiefer, hervorragt; daß ihre Wurzeln länger und dicker, von den Seiten platt zusammengedrückt, ge­wöhnlich einfach, selten nur im Unterkiefer halb dop­pelt, oder förmlich doppelt sind, auch mit ihren Zellen stärker vorragen, und daß folglich die Eckzähnr durchaus dicker und starker sind, als die Zähne, zwi­schen die sie einpassen. Ihr Schmelz ist an den Sei­ten dicker, als an den Schneidezahnen. Die bey- den obern pflegen starker, als die untern, und unter allen Zähnen die längsten zu seyn. Man nennt sie auch Augenzähne, weil ihre Anfänge vor dem Ausbruche, nahe unter den Augenhöhlen liegen.

In der natürlichen Stellung greift bey der Schließung des Mundes der untere Eckzahn vor den obern, nämlich zwischen dem obern äußern Schnei­dezahne, und obern Eckzahne ein.

Der Backenzähne (Stockzahne, molares,) sind gewöhnlich zwanzig; fünf Paar in jedem Kiefer;