eine Naht als Fortsetzung der Spalte des Augenhöh­lencanals. Nach innen zu bildet sie die Hälfte des herzförmigen Eingangs zur Nasenhöhle mit einem scharfen, vorwärts in einen Stachel auslaufenden Rande. Nach oben zu endigt sie sich in den zwischen dem Thranen - und Nasenbeine lie­genden Nasenfortsatz), der schwach ausgehöhlt ist, und außer Aderspuren und Aderlöchern, durch einen runden, oder eckigen, oder selbst unterhalb umgeleg­ten Rand, den bald kleinern, bald größern, nur selten ihm allein eignen Antheil zur Bildung der Aushöhlung für den Thranensack verrath. Dis Fsrm, Chvyt und Dicke dieses Nasenfortsatzes ist ungemein verschieden.

§. 163.

Die Obere oder Augenhöchlflache (Pla­num orbitale) ist einigermaßen dreyeckig, und ver­lauft sich nach unten und ausien in den theils zacki­gen, theils vertieften und gewundenen, mit dem Wangenbeine sich verbindenden Jochfortsatz. Ober­halb zeigt sie eine nach außen gebogene Furche, die sich in einen nach innen zu aufgespaltenen, etwas

9) Nicht selten ist der Theil des Oberkiefers, der den Thra- nencanal bilden Hilst, ein besonderes Knvchenstück, das nur durch eine Harmonie an den Oberkiefer paßt.

I. Ch. Rosenmüller besitzt fünf solche. §. 48. organorum lacrymalium descriptio anat. Lips. 1797.