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Oberfläche betrifft, in beyden an Weite doch sehr verschiedenen Cylindern fast gleichen Schritt hält, im weiteren Cylinder kaum merklich früher oder mehr abnimmt als indem engeren. Z. B.

Im Jahre 1821 den isten Januar that ich in zwey, die gleiche Höhe von 1 Fufs 4 Zoll 8 Linien Pariser Maas habende Cylinder-Gläser, deren das Fine einen Zoll, das Andere 1 Zoll und 9 Linien im Durchmesser hielt, 86gnädigen Weingeist, auf die Weise, dafs er m beyden Gläsein gleich huch stand. Bis zum isten Januar 1820, also zwey Jahre lang, no- t.ijte ich am ersten Tage jeden Monats, auswendig, auf beyden Gläsern, die allmähliche Ab­nahme der Quantität des Weingeistes, und fand, dafs, ungeachtet die Fläche (area^ der ei­nen Blase über das doppelte der anderen betrug, die Verdünstung oder die Abnahme der Quantität des Weingeistes, hinsichtlich der Höhe, gleichen Schritt hielt. In dieser Zeit näm­lich, betrug, in diesen an Weite so sëhr verschiedenen Gläsern, die Abnahme im Ganzen zwe3 r Zoll und eine halbe Linie.

D ieser Umstand scheint bey der Erklärung der Wendepunkte des verdunstenden Wein­geistes, welche ich in meiner dritten Abhandlung über diesen Gegenstand, im siebenten Bande der Denkschriften unserer königl. Academie genau angebe, Berücksich-" tigung zu verdienen. Da beyde Cylinder dicht neben einander standen, so halte es fast das Ansehen, als wären sie nur ungleich weite Schenkel eines an beyden Enden offenen Hebers, in welchem bekanntlich, bey jeder Neigung oder Schwankung desselben, die Flüssigkeit in gleicher 1 , wagerechten Höhe in beyden Schenkeln desselben bleibt.

§. 28.

Herr Professor Thilo, zu Frankfurt am Mayn, hatte die Gefälligkeit, mir fol­gende, atif die sorgfältigsten Nachmessungen und Berechnungen sich stützende, wichtige Be­merkung mitzutheileu : 3

Die Vermuthung, welche auf der 25 $sten Seite der Abhandlung über Verdünstung durch thierische Häute, im siebenten Bande der Denkschriften, aufgestellt wird, findet sich bey Hinzuziehung einer leichten mathematischen Prüfung vollkommen bestätigt.

Wenn nämlich das zu den Veisuchen gebrauchte Alcoliolometer so coustruirt ist, dafs 99 0 eine Mischung von 99 Maafsen Weingeist mit 1 Maafs Wasser, 98° eine Mischung von 98 Maafsen Alcohol mit 2 Maafsen Wasser u. s. w. bedeuten, so iäfst sich jedesmal aus der gegebenen Höhe der Mischung im Glase und dem Grade derselben, die Höhe des Al- cohols und des Wassers, eine jede für sich, durch ein einfaches Regel - Detri - Exempel berechnen, und so durch Maafs und Zahl beweisen, dafs das Wasser im Glase wirklich bald zu- bald abgenommen hat. Zu der folgenden Berechnung sind die Versuche gewählt, wel­che in der genannten Abhandlung die Fig. Nr. 1. darstellt. Die Abmessungen sind nicht an der Kupfertafel, sondern an dem Glase, in welchem die Versuche selbst angestellt wor­den sind, genommen. Als Maasstab wurde der Pariser Duodécimal -Zoll, nebst Zehn- und Hundcrttheilen desselben, gebraucht, was aber an sich, da es hier nur auf Verhältnisse ankommt., ganz eiuerley ist.

Im Ganzen zeigt die Figur, dafs der Weingeist vom May bis November wässri­ger, und vom November bis May wieder geistiger geworden ist. Nach diesen Perioden

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