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schlag Vitriolsäure zu dem Weingeist gemischt wird, welches in jedem Fall unnüz und nachlheilig ist.

Die Fässer von Eschenholz, welches man gerne vor allem andern zu Brantenweiufassern gebrauchet, färben den Weingeist nicht leicht, aber sie theilen doch auch adftringirende Theile dem­selben mit, wodurch die Körper mit den Jahren grau werden. (?. Zusaz).

Zu dem kommt noch, daß der Weinheffen - Geist gewöhn­lich viele harzige und ölige Theile, der Fruchtbrantenwein aber viele schleimige enthält; wenn nun ein mit Wasser durchdrun­gener Körper hineingelegt wird, so verursacht die vergrößerte Menge wässerichter Theile im ersteren leicht eine Zersezung der öligen Theile, wodurch er blaulicht weiß, und seine Durchsich­tigkeit demnach vermindert wird; Beim andern aber verursacht sie einen Niederschlag der schleimigen Theile, der nur äuserst langsam geschiehet, und sowol biö zu deßen Endigung den Wein­geist

(7. ?usaz.) Ich habe den Versuch wirklich gemacht, und den in eichenen Fässern aufbewahrten Brantenwein bis auf etwas weni­ges abdestillirt und so auch das gemeine Wasser, was z. B. in Cassel durch gegossene eiserne Röhren geleitet wird, und bekam durch Zusammengiessen beider Reste (Refiduorum) eine wahre Dinte. Aus diesem Versuche erklärt sich nun leicht das dinten- schwarze Aussehen der Präparaten in so mancher Sammlung.

Sg.