Die chemische Untersuchung menschlicher Mus­kelfasern fehlt noch. Durch bloßes Trockenen verlieren sie über die Hälfte ihres Gewichtes.

Lebendige Muskelfasern.

§. i?.

Der ausschließliche Hauptcharakter der leben­digen Muskelfasern ist, durch einen Reiz, der auf sie selbst oder auf ihren Nerven wirkt, entweder sich zusammen zu ziehen, und dadurch sich zu ver­kürzen, breiter, dicker, härter und runzlich zu wer­den, oderauch zu erzittern.

Nur die eigentlichen Muskeln (§. 307.) erzit­tern; die übrigen Muskelfasern hingegen, die Säcken oder Canälen, z. B. der Urinblase, der Gallenblase, dem Darmcanale eingewebt sind, ziehen sich auf einen Reiz sichtlich zusammen.

Diese in einer sichtlichen Bewegung bestehende Eigenschaft nennt man die Reizbarkeit, Beweg­lichkeit, Erregbarkeit, Lebhaftigkeit oder Agilität, Muskelkraft, vielleicht am schicklichsten Spannkraft, Irritabilitas, Contractilitas, To­nus, Vis vitalis, insitaj innata, musculosa, oder propria, Attraction of life 2 , Excitability 3 .

2) Fordyce Phil. Tr. 1788. p. 35.

Z) Gauoius Pathologia §. 126. Vis «b omni alia coi*