einander zu liegen, so, daß ein Schnitt der Länge nach weit weniger Fasern verletzt, als ein Schnitt der Queere nach. Am Herzen, Schlunde, Magen und an der Harnblase scheinen diese Faden ästig *, und zu kleinen Scheibchen verwebt 6 7 .

Ob ein einzelnes Fädchen eines langen Muskels, z. B. am langen Schenkelmuskel, seine ganze Lange hält, ist wohl schwer auszumachen 8 .

Bisweilen erscheinen Muskelfäden, wegen der sie verbindenden Queerfasern knotig 9 ; bisweilen auch gegen eines ihrer Enden, oder in der Mitte, vielleicht wegen Verschiebung oder zu starker Anziehung, dünner.

Sie sind so fein, daß, falls sie hohl wären, sie doch nicht den sechs und vierzigsten Theil eines Blut­kügelchens durchlassen könnten 1 , oder sie übertreffen das feinste Menschenhaar vierzigmal an Feinheit.

Unter zweyhundert acht und si'ebenzigmaliger Verr größerung, im Durchmesser, scheinen sie in der Mitte

6) Aus Leeuwenhoek abgebildet bey Muys undPro- chaska. Tab. 6. fig. 2. 3.

7) Vortrefflich abgebildet bey Muys Tab. i. iig. 8. So auch am Magen körnerfressender Vögel.

8) Prochaska meynt gegen Hallern, daß es dieganze Länge halte. S- 29.

9) Muys Tab. 1. ßg. 16. c. D. Auch Henr. Bakern The Microscope made easy. Lond. »74z. scheinen sie gegliedert.

r) Mups pag. 48. handelt umständlich davon.