hundertmal kleineren Augenmuskels ganz leicht findet; denn die Nervenfädchen, die man, mit größter Mühe, endlich bis ins Herz, wirklich verfolgen kann 2 , verhalten sich nicht wie irgend andere Muskelnerven, sondern wie alle wahre Gefäßnerven 3 .
Diese Nervenfädchen sind nämlich nicht nur sämtlich i) sehr fein, sondern auch 2) weich, 3) gelblich und platt, 4) den Häuten der Arterien fast durchaus sehr dicht eingewebt; 5) und von dem sympathischen Paar abstammend. Daß aber das sympathische Nervenpaar ein bloßer Gefäßnerve ist, beweißt ausführlich die' Nervenlehre §. 266.
Gewissermassen war dieser Satz schon längst bekannt, nur nicht genau genug bestimmt. Vor mehr als zwey hundert Jahren schrieb schon V« § aliu s: Cor caro pe- culiaris nervis haudquaqum indigens.
2) Merkwürdig ist es, daß Andersth und Neubauer dre eigene äußerst mühsame Werke über diese Nerven schrieben, dennoch, kaum ein Paar Fadchen bis wirklich auf dem Herzen, abbtldeten. Allein wie konnten sie es anders, da sic der Wahrheit treu blieben? Auch bey Scarpa, der die allergenauesten Abbildungen liefert, sind die Nervenfädchen doch nur sparsam für eine so große Fleischmasse als das Herz ansmacht.
Z) Hai lei sagt Elementen:, plrysiologiae Tom. I. pag. 489- oder de Corporis liumani Fabrica JLib. IV. §. XIV. Molles sunt cordis nervi, utpossis pro magis medul- losis habere, und sezr in der Note noch ausdrücklich hinzu: Res vera est, molles sunt ii nervi omnts, qui per maguas arterias adveniunt.