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Stamm, die linke Seite hingegen dafür zwey Stam­me hat, so ist offenbar der Widerstand oder die Rei- bung des Bluts an der Arterienhaut auf der rechten Seite in einem Stamme wegen der kleinern Ober­fläche der Arterienwände geringer, als auf der linken Seite in zwey Stämmen.

Hierzu kommt noch zweytens: daß, da der ge­meinschaftliche rechte Stamm früher als die beyden getheilt aufder linken Seite entspringenden Stämme entspringt, er auch die Kraft des Herzens in einem höher» Grade erfährt.

Drittens: da eben der gemeinschaftliche Stamm in einer geradem Richtung vom-Herzen entspringt, und das Blut in der besten Richtung, fast in der Achse des Herzens, empfängt, so folgt, daß die rechte Seite desKopfes und die rechte Ober- gliedmaße in einem gegebenen Zeiträume mehr Blut als die linke Seite des Kopfes und die linke Obergliedmaße erhält; also auch stärker oder kräftiger wird, weil sich unter übrigens gleichen Umständen die Stärke der Muskeln verhält, wie die Menge des ihnen zugeführ­ten Bluts.

Kinder demnach dieser Ucbermacht des rechten Arms bewußt, bedienen sich nicht aus Nachahmung, nicht aus Gewohnheit, sondern durch's Gefühl ihres