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herum irrend bald hie bald dort hin begiebt; bis end­lich entweder das Herz siegt, oder das Blut in Still­stand geräth.

Bisweilen sieht man an einigen Stellen das Blut sich in den Aesten einigermaßen noch fortbewegen, während daß es im Stamme schon stille steht; selbst bey Menschen scheint es bisweilen Tage lang vor dem Tode in den Gliedmaßen schon stille zu stehen, wenig­stens Puls und Wärme zu fehlen, wahrend daß der Kopf noch fortwirkt.

Daher verschwindet mit dem gehinderten Einflüsse des Arterienbluts bepm Sterben die Wärme in den Gliedmaßen und andern äußern Theilen, während daß die Gegend um's Herz noch warm bleibt.

Bewegung des Bluts in den Arterien nach dem Tode.

§. 87 -

Nach dem Tode scheint das Blut, bloS durch die Kälte nicht nur aus den Arterien, mechanisch in die Venen gepreßt zu werden sondern auch durch seine Schwere in den tiefliegendsten Theil des Körpers zu sinken; daher sind die Leichen, weil sie gewöhnlich auf den Rücken horizontal gelegt werden, an den Glied­maßen und im Gesichte blaß, hingegen auf dem Rücken hlauroth. Wird im Gegentheile ein Gestorbener so

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