d

— 122 —

anhaltendes Wachen, Saamenverlust, geistige Ge­tränke, hitzige Arzneyen, Quecksilber, u. d. m. ver­mehren den Puls; weil hier die Arterien vom Hirne mittelst der ZEven gereizt werden.

Schneller Puls.

Der schnelle Puls (Puifus celer), oder ein solcher, in welchem die Zusammenziehung des Her­zens an Kürze der Zeit, das ist, Schnelligkeit die Er­schlaffung übertrifft, verräth ein sehr reizbares Herz, oder eine Schärfe im Blute, oder eine Hinderniß in den Arterien, z. B. ein angelegtes Band: — Daher ist gemeiniglich ein häufiger und ein schneller Puls miteinander verbunden, indem sich nämlich das Herz bey einem ungewöhnlichen Reiz, oder bey einer Hin­derniß, welche die Stelle eines Reizes vertritt, so­wohl häufiger, als heftiger und schneller zusammen- zieht — Daher der schnelle und häufige Puls bey Kindern, bey zart gebauten Frauenzimmern, und Entzündungsfiebern, weil das Blut wegen seiner Dickes sich nicht leidet bewegen läßt. — Daher der kleine Puls bey Sterbenden schnell und heftig ist, weil nämlich wegen fehlender Kräfte im übrigen Körper sich das Herz mehrere Male und stärker bemühen muß,^ das Blut fortzuschaffen — Daher Vermehrung deS Pulses nach schwächenden Arzneyen.