auch in einem und dcmselbigen Menschen in allen Augenblicken, gleiche Lebenskräfte äußern.
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Beförderungsmittel des Blutlaufs in den Arterien.
§. 8o.
Und doch sieht man bey Verletzungen kleiner Arterien, und in lebendigen Thieren durch's Vergrößerungsglas, daß das Blut nicht so viel von seiner Geschwindigkeit verliert, als man nach obigen Sätzen annehmen muß; denn der Lauf ist so schnell, daß man kaum die Kügelchen erkennen kann, und in den Arterien und Venen fast gleich schnell; folglich müssen Ursachen eintretrn, welche theils obige Hindernisse mindern, theils neue Geschwindigkeit erzeugen.
1) Die feinsten Arterien scheinen cylindrisch.
2) Scheinen sie nach Art der Haaröhrchen einzusaugen.
3) Scheinen sie um so leichter das Blut aufzunehmen, je leichteres durch die Venen zurückfließt; der Lauf in den Venen aber wird durch die Muskelbewegung sehr erleichtert; denn indem sie an die mit Klappen versehenen Venen anprellen, können sie nichts anders als die Rückkehre des Bluts befördern (Muskettehre §. 65.), wie man bep Aderlässen sieht,