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ge-iarterie beengt oder gar verstopft, so werden die Herzkammern bis zum Bersten ausgedehnt. So un* rerbrichtdie kranklicheAusdehnung einer Arterie (Aneu­rysma) den vom Herzen kommenden Puls. Kein Einwurf dagegen ist, daß nicht alle unterbundenen Ar ­terien unter dem Bande entschwellen, weil hier Lurch die Seitenaste des Stücks der Arterie über dem Bande, die mit den Aesten des Stücks unter dem Bande zu­sammenmünden, die Anfüllung erfolgt. Kein Ein- wurf ist, daß ern zwischen zwey Bändern begriffenes Stück einer Arterie dennoch Blut erhält; oder daß eine Arterie an der unterbundenen Stelle keine be­sondere Geschwulst erregt, welche allerdings entsteht, wenn das Blut in kerne Seitenäsie über dem Bande entweichen kann. Kein Einwurf ist, daß in sterben­den Thieren entweder durch die Zuckungen der Mus­keln, oder durch andere Ursachen zuweilen das Blut in den Arterien zurückgepreßt wird.

c) Vergrößerungsglas: An durchsichtigen Theilen verschiedener Thiere, z. B.,im Gekröse der Frösche, in Floßfedern der Fische, u. d. dl. sieht marr unter hinlänglicher Vergrößerung sehr deutlich in den Arterien das Blut vom Herzen weg bewegt werden.