5 ) Die Arterien pulsiren bisweilen an verschie- denen Stellen sehr verschieden.

6) In den Arterien eines gelähmten Armes fühl­te man keinen Puls, da der Puls im andern Arme voll und stark war; wäre also der Puls blos eine Wirkung des Herzens, so müßte der Puls sowohl im gelähmten als gesunden Arme fortgeschlagen haben. 5

7) Aeußerlich aufgelegte reizende Mittel, z. B.

spanische Fliegen, Senfaufschlage, u. d. m. erregen Entzündung die Augen thränen, wenn sie äus- serlich oder durchs Hirn gereizt werden Speichel­fluß erfolgt auf reizende Mittel oder beym Anblicke schmackhafter Dinge. 4 **

8) Auch die Nerven der Arterien, welche ansehn­lich und zahlreich genug sind, um ste vom Hirne abhän­gig zu machen, scheinen eine Lebenskraft in den Arte­rien zu verrathen, ohngeachtet sie zu fein sind, um sie zu reizen, und dadurch eine Zusammenziehung in den Arterien, so wie durch das Reizen eines Muskeln, r-» vens im Muskel eine Zusammenziehung, bewirken zu können.

9) Die

z) Hofmann am angez. Orte. §. 849 .

4) Bojrellus, Pecquet, Glisson, de Gorter, Senac, Winter, Zimmermann, Whytt, van Doeveren, Andreae, U. fl. M. erklärten sich daher

schon längst für die Reizbarkeit der Arterien.