der Verblutung einer angestochenen Arterie am besten, sie ganz zu durchschneiden; — daher sah man durch Arterien, welche wegen ihrer Befestigung an einen Lheil stch nicht zusammenziehen konnten, folglich offen blieben, tödtliche Verblutungen erfolgen, z. B. durch die ringsum an Knochen befestigten Zahnarterien x .
Dieser Schnellkraft ist es auch, außer der eigenen Lebenskraft, zuzufchreiben, daß man gewöhnlich die Arterien nach dem natürlichen Tode meist, doch nie völlig, blutleer antrifft, indem sie hinreicht, das Blut in die Venen hinüber zu pressen, wenn das Herz nicht mehr im Stande ist, das ihm zugeführte Blut in den Arterien fortzuschaffen.
Kann hingegen diese Schnellkraft nebst der Lebenskraft nicht wirken, z. B. wenn eine Arterie verknöchert ist, so findet man auch die Arterien nach dem Lode mit Blut angefüllt 3 .
Auch in Körpern, die an der Fallsucht oder Wasserscheue während der Krämpfe sterben, findet man Blut nur in den Arterien; wahrscheinlich, weil durch den Krampf der kleinern Venen das Blut aus den Arterien nicht in die Venen übergehen konnte, folglich in den Arterien zurückblieb; so auch in den Arte-
i) Haller spricht die Contractilität den kleinern Arterien üb, UNd NeNNt sie sogar immobilium arteriarum classem, de Corporis ITumani Fabrica. Tom. IV. p. 89- 3) Pliilosophical Transactions. Nro. 306.